Pauline testet Omas Hausmittel

Pauline testet Omas Hausmittel

Wie wir einen alten Messingtopf mit Essig und Salz wieder zum Strahlen gebracht haben

Hallo ihr Lieben…

 

normalerweise entdeckt Pauline bei ihren Rundgängen durch unsere Werkstatt Schränke, Truhen oder alte Möbel. Diese Woche blieb sie allerdings vor einem alten Messingtopf stehen. Und ehrlich gesagt war sie nicht besonders beeindruckt.

„Frauchen … Der sieht aus, als hätte ihn jemand im Mittelalter im Garten vergraben.“

„So schlimm ist es nun auch wieder nicht.“

„Doch. Und warum hebst du sowas überhaupt auf?“

Eine gute Frage. Denn auf den ersten Blick sah der alte Messingtopf tatsächlich ziemlich mitgenommen aus. Dunkle Verfärbungen. Oxidationen. Kalkflecken. Und jede Menge Patina. Doch wir haben schon oft erlebt: Nicht alles, was schäbig aussieht, ist verloren! Manchmal steckt unter einer alten Oberfläche noch etwas richtig Schönes.

Und manchmal braucht es nur etwas Geduld.

 

Was ist eigentlich Messing?

 

Viele Menschen denken, Messing sei ein eigenes Metall. Tatsächlich besteht Messing aus einer Mischung von Kupfer und Zink. Schon vor Jahrhunderten entdeckten Handwerker, dass sich beide Metalle hervorragend ergänzen. Das Ergebnis war ein Werkstoff, der fast wie Gold glänzte, deutlich günstiger war und sich wunderbar bearbeiten ließ. Deshalb wurden daraus Töpfe, Schalen, Kerzenständer, Beschläge und viele andere Gebrauchsgegenstände gefertigt. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert gehörte Messing in vielen Haushalten zum Alltag.

„Also Gold für Leute mit normalem Geldbeutel?“

„Nicht ganz.“

„Aber der Gedanke ist gar nicht so falsch.“

Für unsere Reinigung benötigten wir:

  •  Essig
  • Salz
  • warmes Wasser
  • einen weichen Schwamm

 

Mehr nicht. Essig gehört zu den ältesten Hausmitteln überhaupt. Bereits die Römer nutzten ihn im Haushalt und zur Reinigung. Salz war früher eines der wertvollsten Handelsgüter der Welt. Irgendwann stellten die Menschen fest, dass sich angelaufene Messing- und Kupferoberflächen mit Essig und Salz erstaunlich gut reinigen lassen. Dieses Wissen wurde über Generationen weitergegeben. Nicht über das Internet. Nicht über Videos. Sondern von Mensch zu Mensch. Und genau dieses alte Hausmittel haben wir für unseren Messingtopf verwendet. Mit erstaunlichem Erfolg.

„Moment mal …“

„Die Römer haben also schon mit Essig geputzt?“

„Ja.“

„Und ich dachte, Essig wäre nur für Salat.“

👉 „Man lernt nie aus.“

Wie wir einen alten Messingtopf mit Essig und Salz wieder zum Strahlen gebracht haben

Das Ergebnis

 

Nach der Reinigung kamen die warmen goldenen Farbtöne des Messings wieder zum Vorschein. Die gehämmerte Oberfläche wurde sichtbar. Die dekorativen Griffe wirkten wieder lebendig. Und aus einem alten, stark angelaufenen Topf wurde erneut ein echter Blickfang.

„Frauchen …“

„Den hättest du doch fast wegwerfen können.“

„Genau deshalb schauen wir immer zweimal hin.“

„Nicht alles, was schäbig aussieht, ist verloren.“

Und vielleicht gilt das nicht nur für alte Messingtöpfe. Sondern manchmal auch für Möbel, Lampen und andere Schätze, die nur darauf warten, wiederentdeckt zu werden.

 

Neue Schätze dieser Woche

 

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Und nächste Woche?

 

Natürlich hat Pauline schon wieder etwas entdeckt. Mehr dürfen wir leider noch nicht verraten. Aber so viel können wir sagen: Es steht bereits in unserer Werkstatt. Es hat eine spannende Geschichte. Und Pauline stellt schon wieder viel zu viele Fragen.

Wir wünschen euch ein wunderschönes Wochenende,

viel Sonne, gute Laune und vielleicht die eine oder andere kleine Entdeckung.

 

Herzliche Grüße

Eure Gabriele Klippert

das Team von Antik & Stil

und natürlich Pauline 🐾

 

 

PS (von Pauline):

„Frauchen … Früher haben die Menschen Messing geputzt.“

„Ja.“

„Heute putzen sie ihr Smartphone-Display.“

„Jede Zeit hat ihre Prioritäten.“

 

PPS (Pauline ungefiltert):

„Wenn ich ehrlich bin … Ich hätte den Topf ja einfach als Leckerli-Dose benutzt.“

„Pauline, da passen 50 Kilo Leckerlis rein.“

„Siehst du. Ich denke eben praktisch.“

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