Jugendstil Möbel erkennen: Merkmale, Herkunft und typische Formen

Jugendstil Möbel erkennen

Pauline glaubt, unsere Möbel wachsen 🌿

Liebe Freunde besonderer Möbel,

 

heute Morgen saß Pauline vor der Werkstatt in der Sonne. Neben ihr blüht eine kleine Pflanze. Pauline schnuppert daran. Dann schaut sie auf einen Jugendstil Stuhl, der draußen zum Fotografieren steht. Sie schaut wieder zur Blume. Dann wieder zum Stuhl. Der Kopf geht schief.

„Frauchen…“
„Ja, Pauline?“
„Der Stuhl sieht irgendwie aus wie die Pflanze.“

Frauchen lächelt. „Das liegt am Jugendstil.“

Pauline blinzelt. „Jugendstil? Hä? Was ist denn das für ein Quatsch?“

Jugendstil – wenn Möbel von der Natur lernen

Der Jugendstil entstand etwa zwischen 1890 und 1910. Nach den schweren Möbeln der Gründerzeit wollten viele Künstler plötzlich etwas Neues schaffen. Sie ließen sich inspirieren von

  • Blättern
  • Ranken
  • und den fließenden Linien der Natur.

Deshalb wirken Jugendstil-Möbel oft so lebendig. Stuhllehnen erinnern an Pflanzenstängel. Schrankformen wirken leicht und elegant. Manche Möbel sehen fast so aus, als wären sie organisch gewachsen. Pauline schaut wieder zum Stuhl.

„Also wenn der morgen Blätter bekommt, sag mir bitte Bescheid.“

Warum heißt das eigentlich Jugendstil?

Pauline ist noch nicht ganz überzeugt. „Moment mal… die Möbel sind über hundert Jahre alt. Warum heißt das dann Jugendstil?“

Frauchen erklärt: Der Stil selbst entstand bereits um 1890 – und zwar nicht nur in Deutschland. In Frankreich und Belgien nannte man ihn Art Nouveau, also „Neue Kunst“. Auch dort liebten Künstler geschwungene Linien, Pflanzenformen und die Inspiration aus der Natur. Die Idee verbreitete sich schnell in ganz Europa. In Deutschland erschien einige Jahre später, ab 1896, eine Münchner Kunstzeitschrift mit dem Namen „Die Jugend“. Darin wurden viele der neuen Entwürfe und Ideen gezeigt. Und weil sich so viele Menschen für diese neue Gestaltung interessierten, setzte sich hier bald der Name Jugendstil durch.

Pauline denkt kurz nach. „Also ist das eigentlich derselbe Stil – nur mit verschiedenen Namen?“

Frauchen nickt. „Ganz genau.“

Pauline schaut wieder zum Stuhl. „Dann gefällt mir Art Nouveau auch.“

Jugendstil bei Antik & Stil – diese Woche

Diese Woche haben wir einige besonders schöne Jugendstilstücke bei uns.

Dekorativer Jugendstil Schrank um 1900 mit Malerei – Einzelstück

Jugendstil-Schränkchen mit zauberhafter Malerei

Ein kleines Möbelstück mit ganz besonderem Charme. Die Malerei macht es zu einem echten Blickfang. Pauline betrachtet die Bilder eine Weile und sagt:
„Das ist ja eigentlich ein Bilderbuch… nur ohne Seiten.“

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6 antike Stühle aus massivem Eichenholz mit edlen Schnitzereien und neu gepolstert

Esszimmerstühle aus Eiche um 1890

Besonders schön sind die feinen Schnitzereien oben in der Lehne – mit geschwungenen Formen und kleinen Ornamenten. Solche handwerklichen Details machen diese Stühle zu echten Charakterstücken. Pauline schaut sich die Lehne genau an und meint: „Das sieht aus, als hätte der Schreiner Muster ins Holz wachsen lassen.“

Ganz falsch liegt sie damit nicht.

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Antiken Jugendstil Salon kaufen bei Antik & Stil

Jugendstil-Sitzgruppe mit Intarsien

Sofa und zwei Stühle mit wunderschöner handwerklicher Arbeit und feinen Details. Pauline hat sich sofort entschieden. „Das ist eindeutig mein Platz.“
Frauchen sagt sofort: „Nein, Pauline. Da wird nicht drauf gelegen.“ Frauchen ergänzt: „Unsere Möbel sind für Menschen gedacht.“ Pauline schaut kurz enttäuscht. „Dann setze ich mich eben daneben.“

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Antike Anrichte als Sideboard im Wohnraum – Landhausstil Möbel um 1900

Bücherregal / Küchenregal im Jugendstil um 1900

Ein praktisches und gleichzeitig elegantes Möbelstück. Ob Bücher, Geschirr oder schöne Dinge – alles findet hier seinen Platz. Pauline schaut nach oben und sagt: „Das ist ja ein Regal mit mehreren Etagen. Da könnte man theoretisch auch mehrere Mittagsschläfchen verteilen.“

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Antikes Buffet aus Eiche um 1900 im Jugendstil mit Vitrinenaufsatz und Antikglas

Buffet aus Eiche im Jugendstil um 1900

Ein wunderbares Beispiel für die klare Eleganz dieser Zeit. Massive Eiche und feine Linien – kraftvoll und gleichzeitig leicht. Pauline umrundet das Buffet einmal und meint: „Also wenn ich hier wohnen würde, würde ich vermutlich nie wieder aus der Küche gehen.“

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Manchmal fühlt sich Jugendstil tatsächlich ein bisschen wie Frühling an. Leicht. Elegant. Und voller Leben.

Pauline meint jedenfalls: „Diese Möbel sehen aus, als wären sie draußen im Garten erfunden worden.“ Ganz falsch liegt sie damit nicht.

Herzliche Grüße
Ihre Gabriele Klipppert
und das Team von Antik & Stil
sowie eure Pauline 

PS:

Pauline sitzt gerade vor den Möbeln und schaut sie sehr konzentriert an. Frauchen fragt: „Was überlegst du denn, Pauline?“

Pauline sagt: „Ich versuche herauszufinden, wie jemand vor über hundert Jahren so etwas Schönes bauen konnte.“ Dann schaut sie noch einmal auf die geschnitzten Formen und fragt: „Können die das heute eigentlich auch noch?“

Frauchen denkt kurz nach und sagt: „Ja… aber nur noch sehr wenige.
Solches Handwerk sieht man heute leider nicht mehr oft.“

Pauline nickt langsam.„Dann sollten wir gut auf die alten Möbel aufpassen.“

PPS:

Pauline hat heute übrigens noch ein anderes Möbelstück entdeckt. Es ist älter als Jugendstil und deutlich schlichter. Pauline hat es lange angeschaut und schließlich gesagt: „Frauchen… warum ist das so gerade? Hat der Schreiner da die ganzen Schnörkel vergessen?“

Frauchen lacht. „Das ist Biedermeier, Pauline.“

Pauline runzelt die Stirn. „Bieder… was?“

Mehr dazu im nächsten Newsletter – nächsten Freitag um 15 Uhr.

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